Dienstag, 13. Juli 2010

Brasilien Pt 2

Heeerschaften ,

was ein netter Geburtstag bisher, so viele liebe mails und sogar ein paar nette Anrufe auf meine argentinische Nr... Wer die haben will, gerne melden!

Jetzt aber schnell nochmal ein paar Eindrücke aus Rio, die Erzählung möchte ich doch jetzt mal fortsetzen!

In Rio kam ich also an nach 2 Tagen Dauerregen in Salvador de Bahia. Als Unterkunft hatte ich das "Mango Tree" empfohlen bekommen, ein schönes Hostel am Ipanema-Beach mit Terasse und Bar. Feine Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen. Am Tag als ich ankam war in Brasilien allerdings Volkstrauertag, die Selecao hatten gerade gegen Team Oranje verloren nd dementsprechend gedrückt war die Stimmung. Komplette euphorie herrschte allerdings am nächsten Tag, nachdem die deutsche 11 Argentinien 4:0 vorgeführt hatte. Habe mir das Spiel beim FIFA-Fan-Fest am Copa Cabana Strand angeguckt, und auf dem Fussweg zurück nach Ipanema gewann ich in meinem Deutschland-Trikot mehr Freunde als ich zählen konnte :-)

Abends ging es dann mit Leuten vom Hostel in den Bezirk Lapa, wo wir uns live das brasilianische Nachtleben geben konnten: Tausende von Leuten, die bei sommerlichen Temperaturen bis tief in die Nacht auf der Straße stehen und Cocktails von der Straßencocktailschmiede schlürfen oder auch mal ein eisgekühltes Dosenbier.

Hier waren wir an zwei Abenden unterwegs. Abend 1 landeten wir letzten Endes in einem eher hiphoppigen Laden, was ganz lustig war. Abend 2 wird auf jeden Fall bleibende Erinnerungen hinterlassen, denn an diesem Abend kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde in eine Künstler-Bar. Die gute Tamara war auf der Straße ins Gespräch gekommen mit einem netten jungen Herren afrikanischer Herkunft, der uns spontan dorthin einlud. Ohne Umschweife wurden wir allen vorgestellt und bekamen Essen und Getränke gereicht. Die versammelte Truppe waren befreundete Künstler, die zusammen singen und Poesie austauschen wollten. Einer der Sänger war wohl gerade auf einem Gig gewesen, und hatte seine Freunde hierhin eingeladen, aber es trug dann letzten Endes fast jeder etwas bei. Auch wir wurden eingeladen, mitzusingen, was bei den portugisischen Stücken eher schwierig war, aber als Deutscher kann man ja zumindest rhytmisch Klatschen. Und was noch? - richtig, Trinklieder singen. Da nämlich auch wir sehr herzlih aufgefordert wurden, etwas zu singen, ließ ich mich spotan überzeugen und gab "Eisgekühlter Bomerlunder" zum Besten. Kulturell evtl. nicht so wertvoll, aber prima zum Mitklatschen. Und es gibt jetzt ein paar Brasilianer mehr, die "Schinken" und "Ei" rufen könnnen :-) Unvergesslicher Abend auf jeden Fall.






























Auch die Christus-Statue ließ ich mir natürlich nicht entgehen, ist zwar bei 3x Bus-Wechseln etwas umständlich da hinauf zu kommen, aber der Blick lohnt sich dafür umso mehr. Rio ist einfach eine unglaublich faszinierende Stadt, mit all den Hügeln, und Halbinseln, auf die es gebaut wurde und einem Dschungel mitten in der Stadt. Auch eine Stadt voller Gegensätze, mit unglaublich reichen und unglaublich armen Gegenden; aber die Armenviertel, die Favelas, sind nicht wie wohl in anderen Städten am Stadtrand, sondern mittedrin an den Hügeln aufgebaut, und genießen fast den besten Blick. Nach Erzählungen von Einheimischen wird auch dort immens auf saubere modische Kleidung geachtet. Und selten so viele Leute mit Zahnspangen gesehen. Naja, hier aber vor allem mal ein paar Bilder von Rio.

Mein letzter Abend in Rio endete mit einem gediegenen "Churrasco", also Fleisch vom Spieß zum Festpreis, soviel das Herz begehrt. Dachte immer, das heißt "Rodizio", aber in Rio wohl nicht. War aber trotzdem ganz hervorragend. Und das erinnert mich auch gerade wieder daran, das auch heute in Buenos Aires Steak ansteht, da werd ich mich doch langsam mal drauf einstimmen.

Bis in Bälde,
carlitos




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