Freitag, 16. Juli 2010

Iguazu Wasserfälle

Ker, wie die Zeit vergeht!

Während ich zum Thema Iguazu-Wasserfälle schreibe, bin ich bei meinem Mitbewohner Thomas in seiner noch-Wohnung in Chile und schaue mir das Andenpanorama an. Krasser Kontrast auch die Temperatur - Hier hat's winterliche 3 Grad, Iguazu eher gefühlte 30 Grad. War gut so, dann werden die Klamotten schneller trocken :-) Aber der Reihe nach:

Iguazu liegt im Grenzgebiet von Brasilien, Argentinien und Paraguay. Gelandet bin ich in Brasilien, das Hostel lag aber in Argentinien. Hatte also meine erste Grenzüberquerung per Bus. Spannend. Bus hält, alle raus, im Grenzbüro den Pass vorzeigen, Stempel, auf der anderen Seite wieder raus aus dem Büro und wieder rein in den Bus. Das Hostel Inn liegt auf halbem Weg zu den Wasserfällen und hat ein bisschen was von einem Ferienclub a la Punta Cana. Mit Wasser im Pool hätte sich der Eindruck bestimmt noch verstärkt… Gab aber auch so genügend Abwechslung an dem Tag, zuerst Holland-Urugay, danach mit den Amerikanerinnen Nudeln gekocht und dann eigene sportliche Aktivitäten gestartet: Killer-Pool. Ein Tisch, unbegrenzt viele Spieler, jeder darf auf alle Kugeln zielen, aber wer nicht einlocht verliert ein Leben. Jeder hat 3 Leben, und dann Billiard bis zum letzten Mann.

So lernte ich auch meine Mitstreiter für den nächsten Tag kennen, einen Engländer und drei Kiwis. Aufstehen um 6 Uhr morgens, wir wollten ja schließlich rechtzeitig um 15:30 das Fussballspiel Deutschland-Spanien gucken. Und yes – 6 Uhr aufstehen ging tatsächlich! Ales eine Frage der Motivation.

Die Wasserfälle liegen in einem National Park, in dem verschiedene Wanderrouten angeboten werden. Wobei Wandern eigentlich zu viel gesagt ist, man läuft 10 Minuten auf befestigten Metallstegen entlang und dann Bäm! sind die Wasserfälle da. Der erste Eindruck war schon bombastisch, es sind einfach so viele Wasserfälle nebeneinander und so verdammt viel Wasser! Durch die frühe Uhrzeit kaum Touristen, wunderbar! Das war der Upper-Circuit, oberhalb der Wasserfälle:































Den zweiten Eindruck konnten wir vom Lower Circuit gewinnen, von schräg unten sehen die Wasserfälle noch beindruckender aus, es gibt Regenbogen und an einigen Stellen kommt man so nah ran, dass man vom Sprühwasser bereits komplett gebadet wird.






















Das sollte aber noch getoppt werden durch die Bootstour, die wir dann machten – hier wird der zahlungswillige Touri für 100 Pesos im Schnellboot an die Wasserfälle herangefahren und quasi einmal komplett gebadet! Laut, nass und viel Adrenalin!































Danach die erste richtige Wanderung, richtig mit unbefestigen Wegen und Dschungel. Ca. nach einer Dreiviertelstunde kamen wir bei einem kleinen natürlichen Pool an, in dem wir baden konnten. Hatte natürlich auch seinen eigenen kleinen Wasserfall unter den man sich stellen konnte. Enorm kalt, aber ein schöner Spaß! Auf dem Rückweg konnten wir eine Affengang am Wegesrand durch’s Gebüsch klettern sehen.
Letzter Teil war „Gargantua del Diablo – der Teufelsschlund“ – Hierhin brachte uns eine kleine Eisenbahn und dann ging es auf Metallstegen über den Fluß bis zu der Stelle, an der sich der Fluß in einem gewaltigen Wasserfall in die Tiefe ergießt. Den Grund kann man durch den Sprühnebel kaum sehen, aber alle anderen Wasserfälle drumherum. Sehr beeindruckend, ich hoffe, die Bilder geben das zumindest im Ansatz wieder.






















Das Deutschlandspiel sahen wir uns dann bei einigen Bieren und Empanadas in der Imbissbude im Park an, leider war für die deutsche 11 an dem Tag ja die Reise zu Ende. Toll, wenn man dann mit Engländern und Neuseeländern zusammen ist, die einen mit viel Einfühlungsvermögen wieder aufbauen… Nicht. Abends noch ein paar schnelle Runden „Fingers“ – Simples Backpackerspiel aber interessant durch die Zusatzregel „Nicht-freuen-wenn-man-gewinnt-sonst-verliert-man“. Und ein neuer Rekord in Punkto aufstehen: 3:00 Uhr morgens, denn um 6:00 ging der Flug nach Buenos Aires…

Das aber ist eine andere Geschichte, und die erzähle ich Euch beim nächsten Mal :-)

carlitos

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